Gehirnjogging-Aufgaben: 12 Aufgaben mit Lösungen zum sofort Mitmachen

Sie möchten nicht über Gehirnjogging lesen, sondern gleich loslegen? Dann sind Sie hier richtig. Auf dieser Seite finden Sie zwölf Aufgaben aus vier Bereichen: Sprache, Zahlen, Merkfähigkeit und Logik. Alle lassen sich im Kopf lösen, ganz ohne Stift und Papier, und zu jeder Aufgabe steht die Lösung direkt darunter.
Ein Tipp, bevor Sie beginnen: Decken Sie die Lösung mit der Hand ab oder scrollen Sie erst weiter, wenn Sie eine eigene Antwort haben. Der Trainingseffekt entsteht im Moment des Überlegens, nicht beim Lesen der Lösung. Und wenn eine Aufgabe nicht auf Anhieb gelingt, ist das kein Rückschlag, sondern genau der Reiz, den der Kopf braucht.
Wortaufgaben: Sprache in Bewegung bringen
Aufgabe 1: Nennen Sie in einer Minute möglichst viele Tiere, deren Name mit S beginnt. Acht sind gut, zwölf sind stark. Lösung (Beispiele): Schwein, Schaf, Storch, Schwalbe, Seehund, Schnecke, Stier, Spatz, Schmetterling, Seepferdchen, Salamander, Schakal.
Aufgabe 2: Welches Wort entsteht, wenn Sie die Buchstaben N E B I R aus dem Durcheinander ordnen? Kleiner Hinweis: Es wächst am Baum. Lösung: BIRNE.
Aufgabe 3: Sprechen Sie das Wort KLARHEIT rückwärts aus, Buchstabe für Buchstabe, ohne es aufzuschreiben. Lösung: T I E H R A L K. Wenn das zu leicht war, versuchen Sie es mit APOTHEKE.
Zahlenaufgaben: Kopfrechnen ohne Taschenrechner
Aufgabe 4: Sie kaufen drei Artikel für 4,90 Euro, 7,45 Euro und 3,15 Euro. Wie viel Wechselgeld erhalten Sie auf 20 Euro? Lösung: Die Summe beträgt 15,50 Euro, das Wechselgeld also 4,50 Euro.
Aufgabe 5: Setzen Sie die Reihe fort: 2, 5, 11, 23, 47, ... Lösung: 95. Jede Zahl wird verdoppelt und um eins erhöht.
Aufgabe 6: Zählen Sie von 100 in Siebenerschritten rückwärts, mindestens sechs Schritte weit. Lösung: 100, 93, 86, 79, 72, 65, 58. Diese Übung ist anspruchsvoller, als sie aussieht, und ein Klassiker des Aufmerksamkeitstrainings.
Merkaufgaben: das Kurzzeitgedächtnis fordern
Aufgabe 7: Lesen Sie diese sechs Begriffe einmal aufmerksam durch: Schlüssel, Amsel, Teekanne, Regenschirm, Kirsche, Briefmarke. Decken Sie die Zeile ab, zählen Sie laut bis zwanzig und nennen Sie dann alle sechs Begriffe. Lösung: Alle sechs nach dem Zählen zu erinnern ist sehr gut, vier bis fünf sind ein solider Anfang. Trick: Verbinden Sie die Begriffe zu einer kleinen Geschichte, etwa: Mit dem Schlüssel öffne ich die Tür, eine Amsel fliegt zur Teekanne, unter dem Regenschirm liegt eine Kirsche auf der Briefmarke.
Aufgabe 8: Prägen Sie sich diese erfundene Telefonnummer drei Sekunden lang ein: 74 25 91 38. Schauen Sie weg und sagen Sie sie auf, erst vorwärts, dann rückwärts. Lösung: Rückwärts lautet sie 83 19 52 47. Das Gruppieren in Zweierpaaren ist der Merktrick, den auch Gedächtnissportler nutzen.
Aufgabe 9: Denken Sie an Ihr gestriges Abendessen zurück und zählen Sie alles auf, was auf dem Tisch stand, auch Kleinigkeiten wie Salzstreuer oder Servietten. Lösung: Hier gibt es kein richtig oder falsch. Je mehr Einzelheiten Sie abrufen, desto besser. Diese Übung funktioniert jeden Tag aufs Neue.
Logikaufgaben: um die Ecke denken
Aufgabe 10: Anna ist älter als Bernd. Bernd ist älter als Clara. Ist Clara älter oder jünger als Anna? Lösung: Jünger. Solche Schlussketten trainieren das folgerichtige Denken, gern auch mit vier oder fünf Personen.
Aufgabe 11: Ein Teich ist nach 20 Tagen vollständig mit Seerosen bedeckt. Die Fläche verdoppelt sich jeden Tag. Nach wie vielen Tagen ist der Teich zur Hälfte bedeckt? Lösung: Nach 19 Tagen. Die Intuition sagt 10, die Logik sagt: Einen Tag vor der vollen Bedeckung ist es die Hälfte.
Aufgabe 12: Welcher Wochentag ist übermorgen, wenn vorgestern Freitag war? Lösung: Dienstag. Vorgestern Freitag bedeutet heute Sonntag, übermorgen ist also Dienstag. Wer mag, baut sich solche Aufgaben selbst und stellt sie beim nächsten Familienbesuch.
So holen Sie mehr aus den Aufgaben heraus
Wiederholen Sie nicht dieselben Aufgaben, sondern variieren Sie sie: andere Anfangsbuchstaben bei den Tieren, andere Zahlenreihen, neue Begriffslisten. Das Gehirn profitiert vom Ungewohnten, nicht von der Wiederholung des bereits Gelösten. Zwei, drei Aufgaben täglich sind wirksamer als alle zwölf einmal im Monat.
Die Aufgaben wirken am besten auf einer guten Grundlage: erholsamer Schlaf, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ausreichendes Trinken und eine ausgewogene Ernährung. Einzelne Mikronährstoffe begleiten das: Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei, Vitamin B6 und Vitamin B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei. Diese geprüften Aussagen gelten für die Nährstoffe selbst.
Wo die tägliche Nährstoffversorgung über die Ernährung schwerfällt, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll begleiten. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Arzneimittel und ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch ein ärztliches Gespräch, wenn Gedächtnisprobleme Sorgen bereiten.
Direkt ausprobieren
Kein Stift, kein Heft: Diese Übungen funktionieren direkt hier auf der Seite.
Ein Teich ist nach 20 Tagen vollständig mit Seerosen bedeckt. Die Fläche verdoppelt sich jeden Tag. Nach wie vielen Tagen ist der Teich zur Hälfte bedeckt?
Prägen Sie sich die sechs Begriffe ein. Tipp: Verbinden Sie sie zu einer kleinen Geschichte, je absurder, desto besser merkbar.
Wenn vorgestern Freitag war: Welcher Wochentag ist übermorgen?
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Fünf kurze Fragen zum Nachdenken. Es gibt kein richtig oder falsch, und ausgewertet wird nichts. Der Test hilft Ihnen nur, den eigenen Alltag bewusster einzuschätzen.
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Häufige Fragen
Wie viele Aufgaben sollte ich pro Tag lösen?
Zwei bis drei Aufgaben täglich, gern über den Tag verteilt, sind wirksamer als eine lange Sitzung pro Woche. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit und dass die Aufgaben leicht anstrengend bleiben.
Sind die Aufgaben auch für Menschen über 70 oder 80 geeignet?
Ja. Alle zwölf Aufgaben lassen sich in jedem Alter lösen und über den Schwierigkeitsgrad anpassen: kürzere Merklisten und kleinere Zahlenschritte zum Einstieg, längere Listen und centgenaues Rechnen als Steigerung.
Was tun, wenn eine Aufgabe gar nicht gelingt?
Nichts erzwingen. Legen Sie die Aufgabe beiseite und versuchen Sie sie am nächsten Tag erneut, gern in einer leichteren Variante. Der Trainingsreiz entsteht beim Überlegen, nicht beim fehlerfreien Lösen. Bei anhaltenden, beunruhigenden Gedächtnisproblemen ist das ärztliche Gespräch der richtige Weg.


